Bildung durch Bindung stärken. Tatendrang-Projekt LESEZEICHEN

LESEZEICHEN ist ein Paten-Projekt. Es wird getragen von Freiwilligen, die ihre Zeit, Fähigkeiten, Ideen und Empathie zur Verfügung stellen, um eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen: Die individuelle (1:1) Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, die aus verschiedenen Gründen weniger gute Bildungschancen haben. Die Freiwilligen bauen eine persönliche Beziehung zu ihren Patenkindern auf und konzentrieren sich in den Förderstunden auf die Schlüsselkompetenzen Lesen und Sprechen.

Warum Patenschaften?
„Du hast immer an mich geglaubt!“
Mit diesem Satz bedankte sich vor Jahren ein Schulkind bei seiner Patin und brachte damit den Patengedanken auf den Punkt. Die Erfahrung ungeteilter Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum vermittelt dem Kind oder Jugendlichen das Gefühl: Ich bin es wert, dass sich jemand um mich kümmert, mir zuhört und an meine Fähigkeiten glaubt. Wir alle wissen aus eigenem Erleben, wie wichtig eine solche Erfahrung ist, um selbstbewusst und ausdauernd mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.

Für mehr Zusammenhalt!
Die jüngste IGLU-Studie zeigt: Die Kluft zwischen guten und schlechten Schülern wächst weiter. Inzwischen hat fast jeder fünfte Viertklässler starke Leseschwächen.

Die Fähigkeit, Texte zu lesen und zu verstehen, beeinflusst alle Bereiche des Lebens und ist auch in der Schule wichtig und notwendig für das Lernen in allen Unterrichtsfächern.

Je früher und umfassender Leselernprozesse dem individuellen Lernstand eines Kindes entsprechend gefördert werden, desto nachhaltiger wirken sich diese Maßnahmen auf die gesamte Lernentwicklung aus.

Homeschooling verstärkt Bildungsschere
Kinder und Jugendliche aus weniger privilegierten Familien haben aufgrund der Covid-19-Pandemie besonders starke Nachteile: Auch wenn es zu den Auswirkungen der Schulschließungen bislang kaum empirische Erkenntnisse gibt, ist davon auszugehen, dass Kinder und Jugendliche aus sozial weniger privilegierten Familien, sowie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund durch die aktuelle Situation in besonderem Maße benachteiligt sind.

Digitales Lernen stößt im Homeschooling an seine Grenzen, wenn die Lesekompetenz nicht ausreicht und Familien die benötigte technische Ausstattung nicht zur Verfügung steht. So geraten die sozial ohnehin schon benachteiligten Kinder noch mehr ins Hintertreffen.

Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Es ist Aufgabe der Bildungspolitik hier gegenzusteuern. Aber auch als Freiwillige können Sie etwas tun. Mit einer Schulstunde pro Woche können Sie schon sehr viel bewirken. Das sehen auch unsere Kooperationsschulen so.

Patin werden

Aktuelles

Lese- und Sprachpat:innen dringend gesucht!

Endlich Licht am Ende des Tunnels: Dank sinkender Infektionszahlen können die Schulen in München nach den Pfingstferien wieder öffnen.

Aber die Pandemie hat bei den Kindern und Jugendlichen Spuren hinterlassen. Viele haben wegen der langen Homeschooling-Phase Lernrückstände. Auch die psychischen Belastungen sind groß, wie eine aktuelle Studie zeigt. Besonders betroffen so die Untersuchung seien Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und Kinder mit Migrationshintergrund.

Helfen Sie mit, damit diese Schülerinnen und Schüler aufholen können. Unterstützen Sie individuell einmal pro Woche ein Kind an der Schule.

Aktuell suchen wir besonders für unsere neuen Kooperationsschulen in Trudering und Obermenzing Freiwillige. Ein Einstieg im aktuellen Schuljahr ist auch an Schulen in Berg am Laim, Freiham, Giesing, Moosach und Neuperlach möglich. Für das kommende Schuljahr suchen wir Freiwillige für alle Kooperationsschulen. Der Bedarf ist groß!

Fachliche oder pädagogische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig ist, dass Sie Freude am Umgang mit Kindern und Interesse an anderen Kulturen haben. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Interessiert? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!